Interdisziplinäre Gefäßzentren der DRG

Die Deutsche Röntgengesellschaft führt in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Angiologie, Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. (DGA) Zertifizierungen von interdisziplinären Gefäßzentren durch. Dabei legt die DRG Wert darauf, dass ein Zentrum möglichst von allen drei Gesellschaften evaluiert und zertifiziert wird. Unabdingbare Voraussetzung für die Zertifizierung durch die DRG ist die Teilnahme am Qualitätssicherungsprogramm der DeGIR.

Einführung

Die Diagnose und Therapie von Gefäßerkrankungen haben sich in den letzten Jahren dynamisch weiterentwickelt. Neben neuen aussagekräftigen bildgebenden Verfahren wurden zahlreiche innovative interventionelle Behandlungsverfahren entwickelt. Ferner zeigen die demographischen und epidemiologischen Daten, dass die Diagnose und Therapie von Gefäßerkrankungen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine wachsende Bedeutung gewinnen werden, wobei zunehmend polymorbide Patienten zu behandeln sind.

Aufgrund dieser Umstände treten zunehmend interdisziplinäre Behandlungsansätze in den Vordergrund. Dies hat in zahlreichen Einrichtungen dazu geführt, dass fachübergreifende Diagnose- und Therapiekonzepte in ambulanten und stationären Einrichtungen zum Tragen kommen. Dabei kommt der diagnostischen und interventionellen Radiologie eine zentrale Bedeutung zu, die sie am besten in Kooperation mit der Gefäßchirurgie sowie Angiologie und den übrigen assoziierten Fachgebieten ausfüllen kann. Die Bildung eines Gefäßzentrums ist die logische Konsequenz. Dabei sollen auch die Verbindungen zwischen der ambulanten und stationären Versorgung gestärkt werden.

Der Zertifizierungsprozess zum anerkannten Gefäßzentrum soll u.a. dazu beitragen, die Abläufe noch klarer zu strukturieren, Verantwortlichkeiten eindeutig zuzuweisen, Strukturveränderungen anstoßen, die Interdisziplinarität zu stärken und letztendlich so einen entscheidenden Anteil zu Qualitätsverbesserung und -sicherung beitragen. Ziel unserer Bemühungen ist es, den Patienten dabei noch stärker in das Zentrum unserer Bemühungen zu stellen. Von den Beteiligten wird erwartet, dass sie einen ganzheitlichen Ansatz zur Lösung des individuellen Gefäßproblems des einzelnen Patienten erarbeiten.

Im zertifizierten Gefäßzentrum soll eine sachgerechte, serviceorientierte Arbeitsteilung ermöglicht werden, um so den zukünftigen Anforderungen noch flexibler und effizienter gerecht zu werden.

Prof. Dr. Walter Gross-Fengels, Asklepios-Kliniken Hamburg-Harburg

Wenn Sie sich für die Zertifizierung als anerkanntes Gefäßzentren interessieren, finden Sie weiterführende Informationen und Ansprechpartern, die Sie bei der Antragsstellung unterstützen, auf den nachfolgenden Seiten:

Detailinformationen

Voraussetzungen

Antrag

Sollten Sie bei der Zusammenstellung des Zertifizierungsantrages fachlich Rückfragen haben, können Sie folgende Mitglieder der DRG-Gefäßzentren-Zertifizierungsgruppe telefonisch kontaktieren, die Ihnen gern beratend zur Seite stehen:

Prof. Dr. med. Walter Gross-Fengels (Hamburg, Tel.: 040-18 18 86 20 01)
Prof. Dr. med. Peter Huppert (Darmstadt, Tel.: 06151-107 6751)
Prof. Dr. med. Peter Landwehr (Hannover, Tel.: 0511-289 2262)
Prof. Dr. med. Peter Reimer (Karlsruhe, Tel.: 0721-974 1901)
Prof. Dr. med. Dierk Vorwerk (Ingolstadt, Tel.: 08 41-880 28 00)

Wir stellen Ihnen an dieser Stelle eine Muster-Geschäftsordnung für "Interdisziplinäre Gefäßzentren" zur individuellen Nutzung und Anpassung zur Verfügung.

Liste der DRG-zertifizierten Gefäßzentren