DeGIR startet Leitlinienprojekt zum Strahlenschutz in IR

Auf Initiative von Herrn Prof. Dr. Andreas H. Mahnken, dem Leitlinienbeauftragten der DeGIR, hat unsere Gesellschaft ihr erstes eigenes Leitlinienprojekt zum Strahlenschutz in der interventionellen Radiologie aufgelegt.

Zusammen mit dem DVTA und der DGAUM und den radiologischen Fachgesellschaften DGNR, GPR, DGMP, sowie innerhalb der DRG mit dem VMTB und der APT soll ein Handlungsleitfaden für den optimierten Strahlenschutz von exponiertem Personal und Patienten bei der Anwendung röntgenbasierter interventionell-radiologischer Verfahren geschaffen werden.

Hintergrund des Leitlinienprojektes ist die kontinuierlich zunehmende medizinische Strahlenexposition in Deutschland. Diese lag nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz im Jahr 2006 rein rechnerisch bereits bei 1,8 mSv/Bürger/Jahr. Zum Vergleich wird eine natürliche Strahlenexposition von 2,1 mSv erwartet. Die Expositionen für direkt betroffene Patient:innen und exponiertes Personal sind deutlich höher. Dabei tragen interventionelle bildgeführte Therapieverfahren besonders zur medizinischen Strahlenexposition bei. Angesichts der möglichen Risiken durch eine Strahlenexposition gilt es, diese möglichst niedrig zu halten. Diese Prinzipien sind auch in der aktuellen Gesetzgebung zum Strahlenschutz aufgeführt (u.a. §8 StrlSchG). Angesichts der kontinuierlichen Zunahme dieser minimal-invasiven interventionell-radiologischen Therapietechniken ist ein optimaler Strahlenschutz für Patient:innen und exponiertes Personal von besonderer Bedeutung.

Das Leitlinienprojekt soll bis Dezember 2022 zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden.