Prospektive Registerstudie – Erfassung der TIPS-Ergebnisse in Deutschland

Prof. Dr. Frank WackerProf. Dr. Frank WackerFokus auf Einfluss der Antikoagulation auf die Funktion und Offenheitsraten – TIPS-Registerstudie
In diesem Jahr starte die TIPS-Registerstudie. In diesem Zusammenhang hat uns einer der Initiatoren - Prof. Dr. Frank Wacker von der Medizinischen Hochschule Hannover– einige Fragen zu dieser Studie beantwortet.

Herr Professor Wacker, was ist der Zweck der TIPS-Registerstudie?

Prof. Dr. Frank Wacker: Dies ist der erste Versuch dieser Art, mit Hilfe der DeGIR-QS-Software eine Registry aufzubauen. Dies geschieht in enger Kooperation der DeGIR-Lenkungsgruppe Wissenschaft und Forschung und der Software-Lenkungsgruppe. Das Ziel der Erhebung ist, zu überprüfen, ob die Antikoagulation einen Einfluss auf die Offenheitsraten des TIPS hat.

Warum legen Sie den Fokus auf die Antikoagulation?

Bislang gibt es in der Literatur hierzu nur spärliche, ungenauen Daten, insbesondere keine prospektiven Daten.

Was wissen wir über die Offenheitsraten bisher?

Es ist bekannt, dass die Offenheitsraten bei ca. 80 Prozent nach 2 Jahren liegen.

Wie lange soll die Datenerhebung dauern?

Die Datenerhebung wird prospektiv gestartet. Nach TIPS-Anlage sollen die Patienten nach 3, 6 und 12 Monaten eine Kontrolle der Offenheit des TIPS erhalten. Geplant ist, Daten über 3 Jahre zu sammeln, wobei eine erste Zwischenanalyse nach einem Jahr geplant ist.

Welche Zentren können an der Studie teilnehmen?

Die teilnehmenden Zentren haben nachweislich im Vor-Corona-Jahr 2019 mehr als 25 TIPS-Interventionen in der DeGIR-QS-Software dokumentiert.

Vielen Dank – wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

Das Interview führte Prof. Dr. Marco Das, DeGIR-Lenkungsgruppe Öffentlichkeitsarbeit.