„Ein sichtbares Qualitätssiegel für Patienten“

Dr. Steffen Marquardt vom Diakovere Henriettenstift in Hannover hat auf dem IROS im Januar 2019 die schriftlichen und mündlichen Prüfungen zur Stufe 2-Zertifizierung der DeGIR in den Modulen A bis D absolviert und bestanden. Wir trafen ihn direkt nach der mündlichen Prüfung auf dem Kongress in Berlin zu einem kurzen Interview.

Herr Dr. Marquardt, in welcher Position arbeiten Sie in Ihrer Klinik und warum haben Sie sich entschlossen die Modulprüfung zu machen?

Dr. Steffen MarquardtDr. Steffen MarquardtZurzeit arbeite ich in der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie im Diakovere Henriettenstift als Oberarzt. Ich habe mich für die Modulprüfung entschlossen, weil sie einerseits für Patientinnen und Patienten ein sichtbares und nachprüfbares Qualitätssiegel ist und weil sie mein interventionell-radiologisches Können bestätigt.

Wie haben Sie die Prüfung gerade empfunden?

Die Prüfung war natürlich auch für mich als erfahrenen Radiologen ziemlich aufregend. Gut gefallen hat mir das Konzept der fallbasierten Prüfung. Ungewohnt ist es aber, dass es keine Reaktion der Prüfer auf die Fallbesprechung gibt und man auch sonst nicht mit ihnen interagiert.

Wie haben Sie sich auf die Prüfung vorbereitet?

Profitiert habe ich sicherlich von meiner klinischen Erfahrung. Über die CIRSE library habe ich mich gezielt auf die interventionellen Themen vorbereitet. Außerdem habe ich hierzu die Lernplattform statdx genutzt.

Gibt es Dinge, die Sie an der Modulprüfung verbessern würden?

Leider gab in der Prüfung es nur Einzelbilder zur Bearbeitung. Das erscheint mir persönlich schwierig, da ich es gewöhnt bin, beispielsweise ganze CT-Serien zu befunden. Aber insgesamt hat es mit viel Spaß gemacht und ich bin gespannt, ob ich bestanden habe!

Vielen Dank für das Gespräch!

Anmerkung der Redaktion: Herr Dr. Marquardt hat die Modulprüfung A-D sicher bestanden.
Das Interview führte Dr. Kerstin Westphalen, DeGIR-Team Öffentlichkeitsarbeit.

Das DeGIR-/DGNR-Zertifizierungsprogramm auf einen Blick


Die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) sowie die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) unterstützen die Ausbildung von Radiologinnen und Radiologen in interventionellen Methoden. Auf Stufe 1 erfolgt eine Basisqualifizierung. Auf Stufe 2 kann die Spezialisierung in sechs verschiedenen Modulen mittels einer schriftlichen und mündlichen Fachprüfung nachgewiesen werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der DeGIR-Webseite.