Vergütung der SIRT bei Patienten mit primären und sekundären Lebertumoren

Immer häufiger wird in Deutschland durch die Krankenkassen bzw. dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) die Notwendigkeit zur Durchführung einer Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) bei Patienten mit primären und sekundären Lebertumoren in Frage gestellt und deren Vergütung abgelehnt. Das Ausmaß variiert dabei stark in Abhängigkeit vom Bundesland und der Krankenversicherung des Patienten.

Um zu überlegen, welche Empfehlungen man den Anwendern der SIRT an die Hand gegeben könnte, setzten sich Vertreter der DeGIR, CIRSE und der Fa. Sirtex auf dem letzten CIRSE-Meeting in Lissabon zusammen.

Als essentiell wird ein gut dokumentierter interdisziplinärer Tumorboard-Beschluss bei der Erstvorstellung des Patienten mit Beteiligung eines Onkologen erachtet. Vorteilhaft ist eine Unterschrift aller beteiligten Disziplinen, also beispielsweise InnereMedizin/Onkologie, Abdominal- und Viszeralchirurgie, Nuklearmedizin und Radiologie. Die schriftlich dokumentierte Erstvorstellung sollte die Erkrankung mit der bisherigen Therapie zusammenfassen und erklären, warum eine SIRT vorgeschlagen wird. Dies empfiehlt sich grundsätzlich für SIRT-Behandlungen aller Anbieter.  

Über weitere Entwicklungen zu diesem Thema werden wir Sie informieren.