Erstmals DeGIR-Simulatorkurse@Stimulate

Am 14. und 15. sowie 21. und 22.10.22 fanden die ersten CME-zertifizierten Simulatorkurse der DEGIR im Forschungscampus der Universität Magdeburg statt.

Das Modul B zu den Themen Blutungsembolisation, Myom- und Prostataembolisation unter der Leitung von Prof. Dr. Maciej Pech und Prof. Dr. Dr. Walter Wohlgemuth bot einen spannenden Einblick in die unterschiedlichen Herangehensweisen der Blutungsembolisation und verschaffte einen Überblick über die Fallstricke der Prostata- und Myomembolisation.

Nach einer Führung durch den beeindruckenden medizintechnischen Forschungscampus Stimulate durch Prof. Pech und einem Einführungsvortrag zum Thema Blutungen, Diagnostik und Therapie durch Prof. Wohlgemuth hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, selbstständig und unter Anleitung an Simulatoren verschiedene Fälle durchzuspielen und hieran unterschiedliche Verfahren auszuprobieren. Grundsätzlich bieten die Simulatoren Fälle auf mehreren Schwierigkeitsniveaus, sodass sowohl erfahrene als auch unerfahrene Teilnehmende entsprechende Fragestellungen und Probleme lösen konnten.

Der erste Kurstag endete mit einem gemeinsamen Abendessen, an dem die frisch gemachten Erfahrungen noch einmal in geselliger Runde diskutiert werden konnten. Der zweite Kurstag widmete sich der Myom- und Prostataembolisation mit Einführungsvorträgen von Prof. Pech. Auch hier hatten die Kursteilnehmenden wiederum die Möglichkeit an Simulatoren entsprechende Fälle zu üben. Hierbei konnten insbesondere Schwierigkeiten in der Anatomie der Prostatagefäßversorgung anschaulich demonstriert werden. Nach insgesamt vier Stunden intensivem Training an den Simulatoren endete der Kurs mit einer Feedback-Runde.

Das Modul A am zweiten Kurswochenende zum Thema pAVK, PTA, Stents und Management von Komplikationen fand unter der Leitung von Prof. Dr. Marcus Katoh und PD Dr. Jonathan Nadjiri statt. Der Ablauf des Kurses verlief ähnlich zum Modul B mit jeweiligen Einführungsvorträgen und anschließendem intensivem Training an den Simulatoren. Die Teilnehmer konnten verschiedene Herangehensweisen zur Lösung der Fragstellungen wählen. Zum Ende jedes Falles wurden die jeweiligen Ergebnisse gegenseitig vorgestellt. Der erste Kurstag endete ebenfalls mit einem gemeinsamen Abendessen in angenehmer Atmosphäre.

Die verschiedenen Fälle an beiden Kurstagen behandelten sowohl Interventionen am Ober- als auch Unterschenkel sowie das akute Management von Komplikationen – im Gegensatz zum Klinikalltag – ohne Stress. Als besonders positiv wurden eine Einführung in die Materialkunde und das gegenseitige Vorstellen der Fallergebnisse bewertet. Ein Vergleich von unterschiedlichen Lösungsansätzen am selben Patienten, der im Klinikalltag nicht möglich ist, ist bei der Fallübung an Simulatoren kein Problem. Nach einer kurzen Feedback-Runde endete auch das zweite Kurswochenende.

Insgesamt bieten die Simulatorkurse eine sehr gute Möglichkeit zum Üben von Abläufen, potentiell schwieriger Gefäßanatomien und Ausprobieren verschiedener Lösungsansätze und sind für jedes Erfahrungsniveau geeignet.

Dieser Bericht wurde erstellt von: Dr. med. Christine March &  Marilena Georgiades (Assistenzärztinnen an der Universitätsklinik Magdeburg, Klinik für Radiologie).