Qualitätssicherung
Die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) stellt die zentrale Qualitätssicherungsstelle für jede Form radiologischer Intervention dar. Derzeit ist eine Teilnahme freiwillig, in Zukunft wird jedoch voraussichtlich die Erfassung entsprechender Daten (z.B. über die BQS) Voraussetzung zur Abrechnung der Sonderentgelte werden.
Gesetzliche Vorgaben – die Rolle der DeGIR
§ 137 des 5. Sozialgesetzbuches schreibt Maßnahmen zur Qualitätssicherung vor. Danach müssen vergleichbare Prüfungen ermöglicht werden. Seit 1997/1998 muss die Erfassung interventioneller Qualitätssicherungsdaten, die derzeit gesetzlich vorgeschrieben, aber noch nicht gesetzlich geregelt ist, über eine elektronische Datenverarbeitung (EDV) erfolgen.
Die Qualitätssoftware der DeGIR
Vom Deutschen Krankenhausinstitut (DKI) wird kostenfrei eine Software für die Datenerfassung zur perkutanen transluminalen Angioplastie (PTA) angeboten. Andere Interventionen können hiermit jedoch nicht erfasst werden. Darüber hinaus kann mit dieser Software keine interne Leistungserfassung betrieben werden. Ziel der DeGIR ist es, den interventionell tätigen Radiologen eine komfortable Software zur Verfügung zu stellen, mit der die Erfassung aller Interventionen möglich ist, die aber auch den Anforderungen des DKI entspricht.
Auf der Basis dieser Daten soll künftig ein vollständiges Qualitätsmanagement erfolgen. Das Ziel ist nicht nur, die Auflagen des Gesetzgebers zu erfüllen, sondern vielmehr Qualitätsstandards zu schaffen, die uns Radiologen auch künftig diese interventionellen Methoden sichern. Außerdem lassen sich auf einer sicheren und breiten Datenbasis weitere Sonderentgelte vereinbaren.
Die Datenerfassung erfolgt zunächst bei jeder Intervention über entsprechende Formulare, nachfolgend werden diese Daten mit Hilfe einer hierfür entwickelten Software archiviert. Die Auswertung aller einsendenden Zentren erfolgt zentral über die DeGIR. Teilnehmer am Qualitätssicherungsprogramm erhalten im 1. Quartal ein Zertifikat der DeGIR zugesandt.
Die Teilnahme am DeGIR-Qualitätssicherungsprogramm ist für Kliniken, die sich als Interdisziplinäres Gefäßzentrum (Zertifizierte Gefäßzentren) zertifizieren lassen möchten, verpflichtend.
Die Software für das Qualitätssicherungsprogramm wurde von der BQS gGmbH erstellt. Die Lizenzgebühren für die Software betragen pro Jahr (Stand 18.01.08) 500 € zzgl. MwSt. BQS stellt die Software für einen Monat kostenlos als Testversion zur Verfügung. Die DeGIR empfiehlt ihren Mitgliedern, sich an diesem Programm zu beteiligen. Nur so können wir deutlich machen und belegen, dass wir mit Recht die Interventionelle Radiologie als unsere Domäne beanspruchen.
Weiterführende Informationen zur Qualitätssoftware
- Detailinformationen zur DeGIR-Software (deutsch)
- Detailinformationen zur DeGIR-Software (englisch)
- Direkt zur DeGIR-Software
Ansprechpartner BQS
BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit
Technischer Support DeGIR
Standort Hamburg
Wendenstraße 309
D-20537 Hamburg
Telefon: 0049 (0)40 - 254078-40
E-mail: degir@bqs-institut.de
URL: www.bqs-institut.de
Zertifizierte Gefäßzentren
Weitere Informationen zu den von der DeGIR, der DGA und der DGG zertifizierten Gefäßzentren.
Interventionsstandards
Standards sind vorgeschriebene Arbeitsabläufe einer medizinischen Behandlung und damit Bestandteil und Parameter der Prozessqualität. In den von Professor Dr. med. Lothar Heuser (Bochum) herausgegebenen Standards zur Durchführung minimalinvasiver, bildgesteuerter Eingriffe finden Sie Standards zu rekanalisierenden und gefäßverschließenden Interventionen sowie zu Punktionen und Drainagen.