DeGIR-Zentrum

„Das Zertifikat schärft die besondere Ausrichtung unseres gesamten Hauses im vaskulären und minimal-invasiven Sektor.“

Das Klinikum Saarbrücken gGmbH ist das erste Haus, das sich mit dem Zertifikat "DeGIR-Zentrum für interventionelle Gefäßmedizin und minimal-invasive Therapie" schmücken darf. Wir haben mit dem Direktor des Instituts für Radiologie des Klinikums, Prof. Dr. Elmar Spüntrup, über die Bedeutung dieser neuen Zertifizierung gesprochen.

Ihrer Klinik wurde als erster Einrichtung überhaupt das Zertifikat „DeGIR-Zentrum für interventionelle Gefäßmedizin und minimal-invasive Therapie“ verliehen. Welche Bedeutung hat dieses Zertifikat für Sie? 

Spüntrup: Die Zertifizierung als DeGIR-Zentrum für interventionelle Gefäßmedizin und minimal-invasive Therapie ist ein Gütesiegel für uns Radiologen, das das gesamte Spektrum der Interventionellen Radiologie abbildet. Das Zertifikat geht damit weit über unsere bisherige Zertifizierung als interdisziplinäres Gefäßzentrum hinaus, die wir von der Deutschen Röntgengesellschaft in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Angiologie, Gesellschaft für Gefäßmedizin erhalten haben. Es ist  eine ideale Möglichkeit, alle interventionellen Leistungen komplettiert darzustellen und publik zu machen. Das war bislang in der Form nicht möglich, da zwar viele radiologisch-interventionelle Leistungen  in die Anforderungskataloge von Zertifizierungen der anfordernden Kliniken eingehen, ansonsten aber nicht abgebildet werden. Das gilt insbesondere auch für onkologische Interventionen, aber auch für die neuroradiologischen Eingriffe. Besonders gut gefällt uns an der Zertifizierung als DeGIR-Zentrum die interdisziplinäre Ausrichtung des Gütesiegels und die Einbindung der übrigen Kliniken im Haus, bei denen ja auch zahlreiche Interventionen durchgeführt werden. Das geschieht bei uns in Saarbrücken oft gemeinsam mit der Radiologie. Das Zertifikat schärft die besondere Ausrichtung unseres gesamten Hauses im vaskulären und minimal-invasiven Sektor.

Wie haben Sie das Zertifizierungsverfahren wahrgenommen?

Spüntrup: Der Zertifizierungsprozess verlief absolut reibungslos. Er war von der Zertifizierungsstelle der DeGIR ideal vorbereitet, mit gut durchdachten Antragsunterlagen. Damit konnten wir rasch die Dokumente und Nachweise zusammenstellen. Es stand stets ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Das sehr gut geplante Audit fand in angenehmer und konstruktiver Atmosphäre statt, mit einem exzellenten Auditor.
 

Sie haben vorab bereits andere Zertifizierungen Ihrer Klinik auf den Weg gebracht. So ist die Klinik Saarbrücken nicht nur als interdisziplinäres Gefäßzentrum anerkannt, sondern auch als DeGIR-Ausbildungs-und Hospitationsstätte zertifiziert … 

Spüntrup: Wir haben zahlreiche Zertifizierungen, etwa ISO für das gesamte Krankenhaus, aber auch viele andere Zertifizierungen durchlaufen. Die Radiologie ist ja in viele Abläufe eingebunden, die Arbeitsabläufe und Standard Operating Procedures sind seit Jahren hinterlegt und gut gepflegt. Wir haben ein etabliertes Qualitätsmanagement, das auch gelebt wird. Darauf konnten wir jetzt gut aufbauen. Seit vielen Jahren sind wir Ausbildungskrankenhaus mit Schwerpunkt auf Interventionelle Radiologie. Das macht uns auch als Abteilung für guten und engagierten ärztlichen, aber auch medizinisch-technischen Nachwuchs interessant.

Würden Sie Kolleginnen und Kollegen dazu raten, Ihre Klinik auch über die DeGIR zertifizieren zu lassen?  

Spüntrup: Natürlich! Ich empfehle die Zertifizierung als DeGIR-Zentrum unbedingt. Sie ist eine Anerkennung für die speziellen interventionellen Leistungen, die ja in sehr vielen Bereichen ein wichtiger Pfeiler in der Therapie geworden sind. Bei den Kollegen ist das oft gar nicht so genau bekannt. Die Zertifizierung als DeGIR-Zentrum stärkt schließlich auch das Krankenhaus insgesamt bei seiner Patientenakquise.


Vielen Dank für das Gespräch!

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DeGIR-Zentren

Mit der Zertifizierung zum „DeGIR-Zentrum für interventionelle Gefäßmedizin und minimal-invasive Therapie“ verleiht die DeGIR ein Gütesiegel für das Vorhandensein und die kontinuierliche Sicherstellung hoher interventionell-radiologischer Expertise an Kliniken mit entsprechend ausgerichteten Instituten. Neben gefäßmedizinischen Interventionen (DeGIR-Module A / B) müssen weitere Interventionen aus dem Bereich der Schmerztherapie oder der interventionell-radiologischen Behandlung onkologischer Erkrankungen (DeGIR-Module C / D) angeboten werden. Das Zertifikat der DeGIR attestiert dem Zentrum nach erfolgreichem Abschluss des Zertifizierungsverfahrens, dass es transparent dargelegt hat, eine adäquate Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität in der Durchführung interventioneller Eingriffe aufzuweisen und diese kontinuierlich zu verbessern.

Alle Informationen zu den DeGIR-Zentren finden Sie hier.