Information für Patienten

Willkommen!
auf der Informationsseite zur Interventionellen Radiologie. Hier finden Sie Wissenswertes zum medizinischen Fortschritt in einem Fachgebiet, welches oftmals als eines der innovativen medizinischen Gebiete des 21. Jahrhunderts bezeichnet wird. Interventionelle Radiologen sind speziell ausgebildete und trainierte Ärzte, die bildgebende Untersuchungsverfahren wie Röntgendurchleuchtung, Computertomographie oder Ultraschall zur Steuerung miniaturisierte Instrumente wie Katheter nutzen, um zielgenau am Ort eines Krankheitsgeschehens dieses zu beseitigen. Im Unterschied zur klassischen Chirurgie sind interventionell-radiologische Behandlungsmethoden minimal invasive Therapien, da sie im Regelfall ohne Narkose mit örtlicher Betäubung über 1-3 mm große Punktionsstellen durchgeführt werden und zum schmerzfreien Vorführen der Instrumente natürliche Wege wie Blutgefäße und Gangsysteme genutzt werden. Die Überwachung mit bildgebenden Untersuchungsverfahren gibt die Gewähr jederzeit die korrekte Lage der Instrumente zu sehen, aber auch eine fehlerhafte Lage zu erkennen und zu korrigieren. Interventionell radiologische Behandlungen sind in der Regel mit kürzerem Aufenthalt in Krankenhaus oder Praxis und mit geringeren Kosten verbunden als vergleichbare chirurgische Therapien.

Die folgenden Informationen sollen Ihnen und Ihren behandelnden Ärzten helfen, die für Ihre Situation bestmögliche Behandlung zu finden.

Welche Krankheitbilder werden häufig mit Methoden der Interventionellen Radiologie behandelt und welches sind hierbei die wichtigsten Methoden?

Periphere Durchblutungsstörungen
infolge verengter oder verschlossener Schlagadern (Arterien) des Beckens und der Beine (Schaufensterkrankheit, kritische Minderduchblutung)

    Ballonangioplastie (Gefäßdehnung) im Zusammenhang mit der Angiographie (Gefäßdarstellung)
   Stentimplantation (Einbringung von Gefäßstützen)
   Thrombolyse (lokale Auflösung von Blutgerinseln)
   Thrombolyse (lokale Auflösung von Blutgerinseln)


Tumoren der Leber
(lebereigene Tumoren und Lebermetastasen)
  
Thermoablation (lokale thermische Tumorzerstörung)
   Chemoembolisation (lokale Chemotherapie und Verödung von Tumorgefäßen)


Schmerzhafte Erkrankungen der Wirbelsäule (Osteoporose und Arthrose)
  
Vertebroplastie (innere Stabilisierung von Wirbelkörpern)
   Schmerzblockade (gezielte Einbringung schmerzlindernder Medikamente)


Gezielte Gewebeentnahmen (Biopsien) zur Klärung krankhafter Veränderungen (Tumoren, Entzündungen)
   CT gesteuerte und Ultraschall gesteuerte Gewinnung von Gewebeproben


Einlage zu-, ab- und durchleitender Versorgungssystemen (Katheter, Drainagen) zu medikamentösen Behandlungen, zur unterstützenden Ernährung und zur Entlastung
   
Portkatheter (zur intensiven medikamentösen Therapie, z.B. Chemotherapie)
   Ernährungssonden (zur Gabe ernährender Substanzen über den Magen)
   Ableitungen entzündlicher Flüssigkeitsverhalte (Abszesse)
   Innere Ableitung verengter Gallenwege


Behandlung gutartiger Wucherungen der Gebärmutter (Myome) durch Verödung der versorgenden Blutgefässe (Embolisation von Uterus-Myomen).